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Vorwort

Der Autor Erich Kantor über die Lehrmethode

An der Methodik und den Lehrmitteln hat sich nichts Grundlegendes geändert. Bislang gibt es im Wesentlichen zwei Methoden, sich Sprachen anzueignen:

Die „klassische“ Methode mit Lehrbuch, (Kassetten, CDs, DVDs) Grammatik, Wörterbuch. Diese Methode nimmt Ihnen die „Qual des Lernens“ (Grammatik) nicht wirklich ab. Zu dieser Einsicht kommen Sie spätestens nach dem x-maligen Wechsel zwischen Lehrbuch, Grammatik und Wörterbuch, bzw. dem Abhören der Kassetten oder CDs.

Daneben gibt es thematische Sprachführer, wie beispielsweise für Urlaub oder Beruf. Diese vermitteln jedoch keine tragfähige Basis, bzw. keine echte Sprachkompetenz.

Wie auch immer – die Autoren und Verlage halten immer noch an den strengen und hochkomplizierten grammatikalischen Regeln fest. Dies halte ich für die Lernenden eher für verwirrend als hilfreich. Das Lernen und der Unterricht werden unnötig kompliziert. Sie kennen das vielleicht: Schulkinder lernen oft jahrelang eine Sprache, ohne zu einem brauchbaren Ergebnis zu gelangen. Bei Erwachsenen ist es meist nicht anders. Die Frage ist, warum muss etwas so natürliches – wie es die Sprache ist – bis ins kleinste Detail zerlegt, und dann im Lernprozess künstlich mühselig wieder zusammengesetzt werden?

Wir Menschen haben von Kindesbeinen an die natürliche Fähigkeit, eine oder mehrere Sprachen gleichzeitig zu erlernen, ohne bewusst grammatikalischen Regeln zu folgen. Diese Fähigkeit haben auch Erwachsene noch. Allerdings bleibt hier die korrekte Aussprache außen vor – der muttersprachliche Akzent wird nie ganz abzulegen sein.

Wie habe ich Sprachen gelernt? Im Alter von 15 Jahren schrieb ich die fremdsprachigen Texte der Lehrbücher einfach ab und lernte die Sprache während des Schreibens.

Dabei merkte ich bald, dass es durchaus genügt, nur Satzteile abzuschreiben und diese in Zettelkästen – alphabetisch geordnet – zu sammeln. Damit brauchte ich beim Übersetzen nur nachzuschlagen, das Gesuchte zu übernehmen, bzw. davon abzuleiten. Ich konzentrierte mich dabei auf jene Sprachelemente, die allen Sprachen gemeinsam sind, wie Satzarten (z.B. Hauptsätze, Fragesätze), Zeiten, Formen (z.B. Möglichkeits- oder Befehlsform) und Satzelemente (Wo? Wohin? usw.).

Auf diese Art und Weise arbeitete ich bereits im Alter von 25 Jahren erfolgreich als Übersetzer und Handelskorrespondent in 15 Sprachen. Im Lauf der Zeit sind Zettelkästen mit den alphabetisch geordneten, geläufigsten Sprachelementen für jede Sprache entstanden. Diese habe ich inzwischen in umfangreiche Datenbanken übertragen und ergänzt. Nun lege ich Ihnen hier meine über 50-jährige Erfahrung in Buchform vor.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim „Englisch einfach anders lernen“. Und mit dem Erfolg kommt auch die Freude an der neuen Sprache!

Erich Kantor


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